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hallenhaus.infoGörlitzer Hallenhäuser
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Im Frenzelhof übernachten

Der Frenzelhof am Görlitzer Untermarkt

Untermarkt 5 ist eines der ältesten Hallenhäuser in Görlitz. Der Kaufmann Hans Frenzel übernahm das Haus 1499 von seinem Schwiegervater und baute es für 1100 ungarische Gulden um. Heute ist es das Hotel Frenzelhof.

Diese Seite führt durch das Haus und durch fünf Jahrhunderte seiner Geschichte: von den Lauben am Markt bis in die ausgemalte Hauskapelle, vom gotischen Giebel bis zur Ruine der 1960er Jahre. Jeder Abschnitt beginnt kurz. Wer mehr wissen will, öffnet „Mehr dazu“ und „Aus der Bauforschung“.

Aquarellierte Zeichnung von 1790: das Haus mit hohem gotischem Giebel, darin Maßwerkfenster und drei Figuren, unten zwei Spitzbögen der Lauben mit rotem Portal.1790
Foto von heute: dieselbe Fassade mit zwei Fenstergeschossen, Mansarddach und dem Schriftzug Hotel Frenzelhof über den beiden Spitzbögen.heute
Ziehen Sie den Regler: links die Zeichnung von 1790, rechts das Foto von heute. Wo heute die Fenster des zweiten Obergeschosses sitzen, stand 1790 der gotische Giebel mit drei Figuren. Geblieben sind die beiden Spitzbögen der Lauben und dahinter das Portal.Zeichnung von 1790, unbekannter Zeichner (abgebildet bei Lemper 2001). Foto: Hotel Frenzelhof.

Die Via Regia und der Reichtum der Stadt

Görlitz liegt an der Via Regia, der Königsstraße zwischen West- und Osteuropa. 1251 wird sie zum ersten Mal als „strata regia“ erwähnt. Wo sie die Neiße überquert, wuchs die Stadt.

Die Via Regia zwischen Frankfurt am Main und KrakauVereinfachte Karte: Die Straße führt von Frankfurt am Main über Erfurt, Leipzig, Görlitz und Breslau nach Krakau. Ein Pfeil zeigt den Weg des Waids von Erfurt nach Görlitz. Neiße ← nach Westen nach Osten → Waid aus Thüringen Frankfurt am MainErfurtLeipzigGörlitzBreslauKrakau
Vereinfachte Karte, Lage der Städte ungefähr.

Über diese Straße kamen Waid aus Thüringen, Tuch, Wachs und Leder. Waid ist eine Färberpflanze, aus ihren Blättern gewann man blauen Farbstoff für Tuch. 1339 erhielt Görlitz das Stapelrecht für Waid: Wer Waid in die Oberlausitz brachte, musste ihn vier Wochen lang in Görlitz zum Verkauf anbieten. Erst danach durfte der Rest weiter nach Schlesien und Polen.

Mit Waidhandel, Tuchherstellung und ihren Vorrechten wurde Görlitz im späten Mittelalter die bedeutendste Handelsstadt zwischen Erfurt und Breslau. Das Geld steckten die Kaufleute in ihre Häuser. Am Untermarkt und in den Straßen daneben entstanden die Hallenhäuser: Wohnhaus, Lager, Verkaufsraum und Brauerei unter einem Dach. Für Durchreisende waren sie auch Herberge.

Auch Hans Frenzel war ein Fernhändler. Er lernte in Görlitz und in Posen und arbeitete zehn Jahre als Handelsdiener bei seinem Onkel Peter Frenzel, bevor er 1493 seinen eigenen Handel aufbaute.

Mehr dazu

Das Stapelrecht verpflichtete die Waidhändler auch, ihre Ware über die Via Regia zu fahren. Auf dem Rückweg nahmen sie Wachs, Leder und Tuch mit nach Thüringen. So wuchsen die Handelsbeziehungen in beide Richtungen.

Quelle: Stadt Görlitz, Faltblatt „Kaufmannspaläste an der via regia“ (2023); via-regia.org, „Görlitz – Waidhaus“.

Was ist ein Hallenhaus?

Ein Görlitzer Hallenhaus ist ein Kaufmannshaus aus der Zeit um 1500, das um eine hohe Halle in der Mitte gebaut ist. Durch ihre Fenster weit oben fällt Licht in das sonst dunkle Innere, und von ihr aus erreicht man über Treppen und Galerien alle Teile des Hauses.

Schnitt durch ein Hallenhaus, vereinfachtVereinfachter Längsschnitt vom Markt (links) bis zum Hof (rechts): vorn die Lauben, dahinter die Erdgeschosshalle, eine Treppe hinauf zur hohen Zentralhalle in der Mitte, daneben Hauskapelle und Saal, darunter die Keller, hinten der Hof. Markt Hof 11 Die Lauben22 Das Portal33 Die Erdgeschosshalle44 Treppe und Maßwerkbrüstung55 Die Zentralhalle66 Die Hauskapelle77 Der Renaissancesaal88 Die Keller99 Der Hof
Die Nummern entsprechen den Stationen des Rundgangs.
  1. 1Lauben Der überdachte Gang am Markt.
  2. 2Portal Der Eingang vom Markt.
  3. 3Erdgeschosshalle Verkaufsraum und Ausschank.
  4. 4Treppe und Brüstung Der Weg hinauf zur Zentralhalle.
  5. 5Zentralhalle Licht und Treppen für das ganze Haus.
  6. 6Hauskapelle Andachtsraum und Tresor.
  7. 7Saal Wohn- und Festraum der Familie.
  8. 8Keller Bier, Fässer und Waren.
  9. 9Hof Brauhaus, Darre, Waschhaus.

Die Häuser wuchsen über Generationen aus mehreren Hausteilen zusammen. Beim Frenzelhof lässt sich das gut ablesen, weil der Stadtbrand von 1525 ihn weitgehend verschonte. Vieles aus Frenzels Zeit ist deshalb erhalten.

Häuser mit solchen Licht- und Treppenhallen gibt es auch in anderen Städten an der Via Regia, zum Beispiel in Lubomierz (Liebenthal), Gryfów Śląski (Greiffenberg), Świdnica (Schweidnitz), Kraków (Krakau) und Jarosław (Jaroslau). Die meisten waren wie in Görlitz zugleich Brauhöfe.

Aus der Bauforschung

Heinrich Magirius hielt die Häuser Untermarkt 4, Brüderstraße 9 und Untermarkt 1 für die frühesten Görlitzer Häuser mit solchen Hallen, noch aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Frank Vater sieht den Schwerpunkt in den ersten beiden Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts, so auch am Untermarkt 5. Zum Vergleich zieht die Forschung außerdem Untermarkt 3, Peterstraße 14 und Neißstraße 29 heran.

Ein Rundgang durch das Haus

Neun Stationen vom Markt bis in den Hof. Die Fotos zeigen das Haus heute, das kleine Bild daneben, wie es früher aussah.

Blick unter den Lauben auf das spitzbogige Portal mit Holztür, davor Stufen.
Altes Foto des spitzbogigen Portals mit seinen fein profilierten Stäben und der zweiflügeligen Tür.
Foto Robert Scholz, frühes 20. Jahrhundert

2. Das Portal

Durch das spitzbogige Portal betritt man das Haus. Es stammt aus Frenzels erster Bauphase um 1500.

Mehr dazu

Die Stäbe des Gewändes stehen auf eigenen, sorgfältig gearbeiteten Sockeln. Solche Sockel gibt es in Görlitz sonst nur an den gotischen Fenstern der Nikolaistraße 14 und am Portal zum Standesamt im Rathaus. Rechts neben dem Portal sind die Reste von drei großen gotischen Fenstern zu erkennen.

Aus der Bauforschung

Vergleichbare Portale stehen in Pirna, Meißen, Marienberg und Annaberg-Buchholz, wo auch die in Görlitz tätigen Baumeister arbeiteten (Vater 2020, Anhang 5).

Steinerne Brüstung mit Maßwerk in Fischblasenform über der Treppe, darüber Pflanzen und ein Gemälde.
Altes Foto: die Treppe mit der steinernen Maßwerkbrüstung, rechts ein Rundbogen.
Foto Robert Scholz, frühes 20. Jahrhundert

4. Treppe und Maßwerkbrüstung

Für Hotelgäste

Eine Treppe führt aus der Halle hinauf. Oben trennt eine steinerne Brüstung mit Maßwerk die höhere Ebene von der Halle.

Mehr dazu

Die Brüstung entstand wohl in Frenzels zweiter Bauphase zwischen 1515 und 1520. Eine ähnliche Brüstung hatte die Empore der Annenkapelle, die Frenzel von 1508 bis 1512 bauen ließ. Vielleicht war sie das Vorbild.

Aus der Bauforschung

Nicht die ganze Brüstung steht an ihrem ursprünglichen Platz. Die östlichen Teile wurden wahrscheinlich 1873 hier wiederverwendet (Vater 2020, S. 65).

Blick in das Netzgewölbe der Hauskapelle: weiße Rippen, dazwischen gemalte Blumen und Kränze auf dunklem Grün.
Foto von 1968 mit roten Anmerkungen: die Hauskapelle verrußt und beschädigt, mit Holzboden.
Foto Horst Kranich, 1968

6. Die Hauskapelle

Für Hotelgäste

Neben der Zentralhalle liegt ein kleiner gewölbter Raum, um 1515 vollständig ausgemalt: die Hauskapelle der Familie Frenzel, heute Schatzkammer genannt.

Zur Schatzkammer

Mehr dazu

1760 heißt sie in der Baubeschreibung „das sogenannte Kirch Gewölbe“, mit einem Fenster mit eisernem Gitter und Läden. Mehr über ihre Bilder erzählt das nächste Kapitel.

Gewölbekeller aus Bruchstein unter der Zentralhalle, mit Steinboden und einigen Möbeln.
Schwarzweißfoto von 1976: ein weiß gekalkter Gewölbekeller mit Tischen und Stühlen der Gaststätte.
Foto Horst Kranich, 1976

8. Die Keller

Unter dem Haus liegen Keller auf mehreren Ebenen, bis zu sechs Meter tief. 1760 lag hier „12 Stuffen tieff“ ein Märzenkeller für das starke Märzenbier.

Mehr dazu

Der Frenzelhof war ein Brauhof: Das Haus durfte Bier brauen und ausschenken. In den „Kuffengewölben“ lagerten die Fässer. Die ältesten Keller unter der Erdgeschosshalle und unter der Zentralhalle stammen aus dem 15. Jahrhundert und sind älter als das Haus darüber. Von 1974 bis 1991 waren sie Gasträume der Gaststätte „Goldener Baum“.

Aus der Bauforschung

Die beiden Kellergewölbe unter den Lauben liegen quer zur älteren Tonne daneben und sind nicht mit ihr verbunden. Ihre flachen Gewölbe mussten sich nach einem schon festgelegten Boden darüber richten. Vater schließt daraus, dass sie zu verschiedenen Zeiten entstanden.

Die Schatzkammer

Die Hauskapelle der Familie Frenzel ist ein kleiner Raum mit Netzgewölbe, um 1515 von oben bis unten ausgemalt. Mit eiserner Tür und feuersicherem Gewölbe war sie zugleich der Tresor des Hauses.

Der Kunsthistoriker Marius Winzeler zählt die Malereien zu den bedeutendsten Wandmalereien des ausgehenden Mittelalters, die sich in der Oberlausitz erhalten haben. Der Maler ist unbekannt. Er kannte die Kunst Böhmens und hatte wohl auch italienische Werke gesehen.

Oben öffnet sich ein himmlischer Garten: Blumen und Kränze vor dunklem Grün. Unten läuft eine gemalte Brüstung um den Raum, über die Teppiche aus dem Orient hängen. Darauf stehen Pokale, Schalen und Vasen aus Email, Silber, Glas und Gold, dazwischen Früchte und Vögel aus dem Mittelmeerraum. Echte Nischen für Gerät wechseln mit gemalten Türchen und Wandschränken.

Aus der Bauforschung

Die Ausmalung wird auf 1512 bis 1515 datiert. Frank Vater vermutet zwei Abschnitte: Hans Frenzel ließ den ersten Raum ausmalen, seine Witwe Anna vollendete nach 1525 die Ausmalung des nach Süden erweiterten Raums.

Hotelgäste führt der Hausherr persönlich durch Hauskapelle und Schatzkammer.

Die Schutzheiligen eines Kaufmanns

An den Wänden stehen die Heiligen, denen Hans Frenzel sich und sein Geschäft anvertraute: Patrone der Reisenden, der ehrlichen Kaufleute und der Tuchmacher. Wählen Sie ein Bild, dann erzählt der Heilige selbst.

Wandmalerei: der kniende König im gelben Gewand mit Heiligenschein, in den Händen ein goldenes Gefäß. Die Heiligen Drei KönigePatrone der Reisenden und Kaufleute

Hörszene · Nordwand, „Anbetung der Könige“

Wir sind von weit her gekommen, drei Könige mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ich knie im gelben Gewand vor dem Kind, hinter mir stehen die beiden anderen, einer in Grün, einer in Rot. Hinter Maria wartet Joseph.

Wer im Mittelalter mit Waren unterwegs war, betete zu uns. Niemand war weiter gereist als wir. Darum hat Hans Frenzel uns an die größte Wand seiner Kapelle malen lassen, als Schutzheilige für sich und sein Geschäft.

Fast vierhundert Jahre lagen wir unter Putz. 1925 hat man uns wiederentdeckt. Seitdem fehlt uns manches Stück Farbe, aber unsere Kronen erkennt man noch.

Wandmalerei in einer Nische: der Riese Christophorus im roten Mantel, auf der Schulter das Christuskind mit flatterndem Tuch. ChristophorusPatron aller Reisenden

Hörszene · Nische in der Westwand

Ich bin Christophorus, der Riese. Nach der Legende trug ich die Reisenden über einen reißenden Fluss. Einmal trug ich ein Kind, das mit jedem Schritt schwerer wurde. Es war Christus selbst.

Die Menschen glaubten: Wer an einem Tag mein Bild sieht, stirbt an diesem Tag nicht unvorbereitet. Für einen Kaufmann, dessen Wagen wochenlang auf der Via Regia unterwegs waren, war das Grund genug, mich in seine Kapelle malen zu lassen.

Wandmalerei neben den Gewölberippen: der heilige Hieronymus im roten Kardinalsgewand. HieronymusPatron der ehrlichen Kaufleute

Hörszene · Südwand, linker Zwickel

Man erkennt mich am roten Kardinalsgewand und am Löwen. Ich habe ihm in der Wüste einen Dorn aus der Pfote gezogen. Seitdem bewachte er mich.

Als später diebische Händler in mein Kloster eindrangen und den Schatz stahlen, jagte der Löwe sie. Deshalb rufen mich die ehrlichen Kaufleute an. Ein Kaufmann, der seinen Schatz hinter einer eisernen Tür verwahrte, konnte mich gut gebrauchen.

Stark beschädigte Wandmalerei im Gewölbezwickel: Reste einer knienden Gestalt vor einem Felsen. OnuphriusPatron der Weber und Tuchmacher

Hörszene · Südwand, rechter Zwickel

Von mir ist nicht mehr viel zu sehen, mein Bild ist stark beschädigt. Ich bin Onuphrius. Ich lebte als Einsiedler in der Wüste, ohne Kleidung und ohne Nahrung, und wurde mit himmlischer Speise versorgt. Auf meinem nackten Körper wuchs ein dichtes Fell.

Darum haben mich die Weber und Tuchmacher zu ihrem Schutzheiligen gemacht. Hans Frenzel handelte mit Tuch. Er tat gut daran, mich nicht zu vergessen.

Wandmalerei: Maria im leuchtend blauen Mantel mit dem Kind, umgeben von weiteren Figuren der Heiligen Sippe. Anna und die Heilige SippeSchutzheilige der Familie

Hörszene · Vor dem Vorhangbogenfenster, wo einst der Altar stand

Ich bin Anna, die Mutter Marias. Nach der Legende hatte ich drei Töchter, die alle Maria hießen, und ihre Kinder wurden später Jünger Jesu. Hier sitze ich mit der ganzen Familie, Maria im blauen Mantel in der Mitte, das Kind zwischen uns. Hinten stehen die Männer, auch mein Mann Joachim.

Um 1500 war ich eine der beliebtesten Heiligen. Man bat mich um eine große Familie. Hans Frenzel und seine Frau, die auch Anna hieß, warteten achtzehn Jahre auf ein Kind. Ihr erster Sohn kam 1512 zur Welt und starb im selben Jahr. 1515 wurde Joachim geboren. Er trägt den Namen meines Mannes.

Die Kapelle, die Frenzel 1508 bis 1512 für die Stadt bauen ließ, trägt meinen Namen: die Annenkapelle.

Verblasste Wandmalerei auf einem Pfeiler: Umrisse Marias mit dem Kind, über einer Mondsichel. Maria auf der MondsichelHimmelskönigin

Hörszene · Ostwand, im erweiterten Raum

Mir ist die letzte Wand gewidmet. Ich stehe als Himmelskönigin auf der Mondsichel, das Kind auf dem Arm. Die Mondsichel ist das Zeichen der Nacht und der dunklen Mächte, die ich überwunden habe. Um mich leuchtete ein dichter Strahlenkranz.

Viel Farbe ist von meinem Bild nicht geblieben. Aber wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie meinen Umriss und das Kind.

Die Hörszenen sind frei erzählt. Alle Angaben darin stammen aus den Quellen unten auf der Seite.

Genauer hinsehen

Frank Vater hat 2019 jedes Detail der Malerei fotografiert. Eine Auswahl:

  • Vögel aus dem Mittelmeerraum zwischen Früchten und Schalen, unter der Marienfigur der Nordwand.

    Vögel auf der Brüstung Vögel aus dem Mittelmeerraum zwischen Früchten und Schalen, unter der Marienfigur der Nordwand.

  • Gefäße aus Email, Silber, Glas und Gold zeigen den Reichtum des Hauses.

    Ein Pokal voller Blumen Gefäße aus Email, Silber, Glas und Gold zeigen den Reichtum des Hauses.

  • Die Nische ist echt, der marmorierte Rahmen gemalt. Hier wurde Gerät für die Andacht aufbewahrt.

    Echte und gemalte Nischen Die Nische ist echt, der marmorierte Rahmen gemalt. Hier wurde Gerät für die Andacht aufbewahrt.

  • Über die gemalte Brüstung der Westwand hängen Teppiche.

    Ein Teppich aus dem Orient Über die gemalte Brüstung der Westwand hängen Teppiche.

  • Kopf des stehenden Königs mit Heiligenschein.

    Der König in Grün Kopf des stehenden Königs mit Heiligenschein.

  • Das Christuskind auf dem Schoß Marias, Nordwand.

    Das Kind Das Christuskind auf dem Schoß Marias, Nordwand.

  • Kopf des knienden Königs, mit Bart und Heiligenschein.

    Der König in Gelb Kopf des knienden Königs, mit Bart und Heiligenschein.

  • Die Hand des Königs in Rot hält sein Gefäß.

    Eine Hand mit Geschenk Die Hand des Königs in Rot hält sein Gefäß.

Hundert Jahre an einer Wand

1925 entdeckte man die „Anbetung der Könige“ an der Nordwand und legte sie teilweise frei. Fünf Aufnahmen zeigen, was seitdem verloren ging und was die Restaurierung gerettet hat.

  1. Schwarzweißfoto von 1925: die Wandmalerei mit vielen Fehlstellen, Figuren nur teilweise freigelegt.

    1925 Kurz nach der Entdeckung. Foto Robert Scholz, Ratsarchiv Görlitz.

  2. Schwarzweißfoto von 1935: die Malerei mit größeren hellen Fehlstellen.

    1935 Zehn Jahre später zeigen sich die ersten Verluste. Foto A. Jäschke, Ratsarchiv Görlitz.

  3. Farbaufnahme von 1967: Ausschnitt der Malerei mit Maria und einem König in blassen Farben.

    1967 Farbaufnahme von Hirche, 1967.

  4. Foto von 1994: die Nordwand der Kapelle unter dem Gewölbe nach der Sicherung.

    1994 Nach der Restaurierung. Foto Birgit Kühn, 1994.

  5. Farbfoto von 2019: die gesamte Anbetung der Könige unter dem Gewölbebogen.

    2019 Heutiger Zustand. Foto Frank Vater, 2019.

1990 bis 1992 sicherte die Restauratorin Birgit Kühn die Malereien, finanziert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Frank Vater regt an, die ursprünglichen Bildinhalte einmal unabhängig vom Raum rekonstruieren zu lassen.

Zeitreise durch fünf Jahrhunderte

Wählen Sie eine Zeit. Das Bild zeigt das Haus, wie es Zeichner, Fotografen und Bauforscher festgehalten haben.

Dreidimensionale Rekonstruktionszeichnung: farbige Raumblöcke für Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss, vorn hölzerne Lauben.
Rekonstruktion Frank Vater 2020: Keller rot, Erdgeschoss orange, darüber grün. Die blauen Flächen markieren die Raumachsen.

vor 1500

Mehrere Hausteile, vorn Fachwerk

Vor Frenzel bestand das Grundstück aus mehreren Hausteilen. Der vordere zum Markt war vermutlich aus Fachwerk, davor lagen hölzerne Lauben. Die Keller gab es schon. Die Eigentümer waren Patrizier und Ratsherren: um 1400 Vincenz Heller, später die Kaufleute Nicolaus und Johannes Marienam, Hans Bottener und Caspar Tilicke.

Dieselbe Rekonstruktionszeichnung um 1500: vorn ein Haus mit hohem Giebel und zwei steinernen Spitzbögen.
Rekonstruktion Frank Vater 2020.

1499

Hans Frenzel baut um

1493 heiratet Hans Frenzel Anna, die Tochter des Kaufmanns Caspar Tilicke. Nach dem Tod des Schwiegervaters übernimmt er 1499 den baufälligen Brauhof und baut ihn für 1100 ungarische Gulden um. Vorn entsteht ein steinernes Haus mit Spitzbogenlauben, Portal und hohem Giebel.

Die ausgemalte Hauskapelle: Netzgewölbe mit Blumen, an der Stirnwand die Anbetung der Könige.
Foto: Hotel Frenzelhof.

1512–1530

Halle, Kapelle, zwei Brände

Nach dem Bau der Annenkapelle erweitert Frenzel sein Haus: Die Zentralhalle bekommt ihre heutige Höhe, die Maßwerkbrüstung entsteht, die Hauskapelle wird ausgemalt. 1525 und 1530 brennt es in Görlitz, der Frenzelhof kommt glimpflicher davon als seine Nachbarn. Hans Frenzel stirbt 1526.

Bleistiftzeichnung von 1766: zwei der Giebelfiguren, darunter eine handschriftliche Notiz.
Zeichnung der Giebelfiguren, 1766, Kulturhistorisches Museum Görlitz.

1529–1758

Viele Besitzer, schwere Zeiten

Frenzels Sohn Joachim lebt lieber in Königshain, wo er 1540 ein Schloss baut. Danach wechselt das Haus oft den Besitzer: ein Sensenschmied, ein Schuhmacher, ein Stadtrichter, ein Arzt. Pönfall, Dreißigjähriger Krieg, die Pest von 1632 und der Stadtbrand von 1692 lassen wenig Geld für das Haus. Bis 1758 lebt der Steuereinnehmer Christian Ernst Cercovius hier allein.

Handschriftliche Seite der Baubeschreibung von 1760 in alter deutscher Schrift.
Ratsarchiv Görlitz, Baubeschreibung des Cercovischen Brauhofs, 1760.

1760

Das Haus wird beschrieben

Cercovius hinterlässt keine Erben, die Stadt verwaltet das Haus und will es verkaufen. Dafür lässt der Rat eine Baubeschreibung anfertigen. Sie nennt den gotischen Giebel, den Märzenkeller, das Brauhaus, die „Schenk Stube“ und das „Kirch Gewölbe“, die heutige Schatzkammer. Das Haus ist in schlechtem Zustand.

Zeichnung von 1790: die gotische Fassade mit hohem Giebel, drei Figuren und zwei Spitzbögen.
Anonyme Zeichnung, 1790, abgebildet bei Lemper 2001.

1790

Der gotische Giebel

Eine Zeichnung zeigt die Fassade so, wie Frenzel sie gebaut hatte. Die Nachbarhäuser sind längst im Stil der Renaissance erneuert, Untermarkt 5 ist noch gotisch. 1783 kauft Johanna Dorothea Großmann das Haus, wohnt aber gegenüber.

Lithografie: der Untermarkt voller Menschen beim Einzug des Königs, links die Häuserzeile mit Giebeln.
Lithografie, Ratsarchiv Görlitz.

1813

Noch steht der Giebel

Eine Lithografie vom Einzug des preußischen Königs zeigt den Untermarkt mit dem gotischen Giebel des Frenzelhofs. Sie ist auf 1815 datiert, der Königsbesuch fand nach anderen Quellen 1813 statt.

Kolorierte Lithografie um 1835: der Untermarkt mit Rathausturm, das Haus schon mit der neuen Fassade.
Gustav Kadersch, „Der Unter-Markt zu Görlitz“, kolorierte Lithografie um 1835, Städtische Kunstsammlungen Görlitz.

1833

Der Giebel fällt

Zwischen 1813 und 1835, wohl 1833, wird der Giebel abgebrochen. Das Haus bekommt ein weiteres Geschoss, ein Mansarddach und die Fassade, die wir heute kennen. Lauben und Erdgeschosshalle werden gewölbt. Aus dem Haus einer Familie wird ein Mietshaus.

Schwarzweißfoto um 1900: die Südseite des Untermarkts mit Lauben, rechts der Rathausturm.
Foto um 1900, Ratsarchiv Görlitz.

um 1900

Mietshaus und Werkstätten

Ab 1865 gehört das Haus der Familie Röder. Im Hof entstehen eine Schlosserwerkstatt, eine Feilenhauerwerkstatt und ein Pferdestall. Zwischen 1909 und 1913 bekommt das Haus Anschluss an die neue Kanalisation. 1925 wird die Malerei in der Hauskapelle entdeckt.

Schwarzweißfoto von 1965: der Hof voller Schutt, eingestürzte Hinterhäuser, offene Mauern.
Foto Horst Kranich, 1965.

1965

Verfall

Nach dem Krieg verfällt das Haus. Horst Kranich fotografiert 1965 den Hof: Schutt, eingestürzte Hinterhäuser, offene Mauern. 1968 ringt die Stadt in einer Ratsvorlage um den Erhalt der Häuser Untermarkt 4 und 5.

Schwarzweißfoto: die Häuser am Untermarkt, über den Lauben der Schriftzug Goldener Baum.
Foto, Ratsarchiv Görlitz.

1974

Gaststätte „Goldener Baum“

1972 sind Fassade und Dach gesichert, 1974 eröffnet in den Häusern 4 und 5 die Gaststätte „Goldener Baum“. Bei den Arbeiten findet Horst Kranich 1976 Teile der Giebelfiguren im Fußboden der Zentralhalle.

Luftbild von 1999: das Haus mit weißen Planen über dem offenen Dach, daneben Görlitzer Dächer.
Foto Bährend, 26.04.1999.

1999

Das Hotel entsteht

1991 schließt die Gaststätte, das Haus steht leer. 1990 bis 1992 sichert Birgit Kühn die Malereien der Hauskapelle. Ab 1998 saniert der heutige Eigentümer das Haus, es entsteht das Hotel Frenzelhof.

Die Fassade heute mit dem Schriftzug Hotel Frenzelhof.
Foto: Hotel Frenzelhof.

heute

Hotel Frenzelhof

Ein Hotel mit fünf Appartements. Der Hausherr führt seine Gäste durch Hauskapelle und Schatzkammer, gefrühstückt wird im Renaissancesaal. Zimmer im Frenzelhof anfragen

Die verschwundenen Giebelfiguren

Die Baubeschreibung von 1760 nennt am Giebel drei „Statuen in Mannslänge“: den Erzengel Michael, Maria und Johannes den Täufer. Zeichnungen von 1766 und 1800 im Kulturhistorischen Museum Görlitz halten sie fest. Mit dem Giebel verschwanden sie.

1976 fand Horst Kranich bei den Bauarbeiten Teile davon im Fußboden der Zentralhalle. Man hatte sie dort als Füllmaterial verbaut. Maria, deren Kopf fehlt, und Johannes stehen heute in der Zentralhalle. Wahrscheinlich stammen sie aus der Werkstatt des Bildhauers Albrecht Stieglitzer, in der auch die Figuren der Annenkapelle entstanden.

  • Zeichnung von 1800: Maria mit dem Kind auf einem Sockel.1800
  • Die Sandsteinfigur der Maria heute, ohne Kopf, mit Strahlenkranz.heute
  • Die Sandsteinfigur Johannes des Täufers heute, auf einer Konsole an der Wand.heute

Die Bewohner erzählen

Vier Menschen, die mit diesem Haus gelebt haben. Ihre Worte sind frei erzählt, die Tatsachen darin stammen aus Akten und Bauforschung.

Federzeichnung: ein Engel hält einen roten Schild mit den Buchstaben HF und Frenzels Hausmarke. Hans Frenzel1499 · Kaufmann

Hörszene

Mein Name ist Hans Frenzel. Ich habe in Görlitz und in Posen gelernt und zehn Jahre bei meinem Oheim Peter Frenzel als Handelsdiener gearbeitet. 1493 habe ich Anna geheiratet, die Tochter des Kaufmanns Caspar Tilicke.

Als mein Schwiegervater 1499 starb, kam sein Brauhof am Untermarkt an uns. Das Haus war baufällig, vorn nur Fachwerk. Ich habe 1100 ungarische Gulden hineingesteckt: eine steinerne Fassade mit zwei Spitzbögen, ein Portal und einen hohen Giebel.

Später kamen Dörfer dazu, Königshain und Langenau, und die Kapelle für die heilige Anna. Was ich danach noch alles an meinem eigenen Haus gebaut habe, habe ich nicht aufgeschrieben. Das finden die Bauforscher heute selbst heraus.

Ein Bildnis von Hans Frenzel ist nicht überliefert. Die Zeichnung zeigt sein Zeichen: einen Engel mit Schild, Initialen und Hausmarke, wie unter der Figur der Anna Selbdritt an der Annenkapelle und im Logo des Hotels. Frenzel hat eine Lebensbeschreibung hinterlassen, darin nennt er die Kosten für sein Haus und die Annenkapelle.

Die heilige Anna aus der Wandmalerei der Hauskapelle. Anna Frenzelum 1530 · Witwe

Hörszene

Ich bin Anna Frenzel, geborene Tilicke. Dieses Haus war schon das Haus meines Vaters. 1525 brannte die Stadt, im Jahr darauf starb mein Mann, 1530 brannte es wieder. Unser Haus ist glimpflich davongekommen.

Ich habe die kleine Kapelle neben der Halle nach Süden erweitern und fertig ausmalen lassen. Über dem Altar sitzt jetzt meine Namenspatronin Anna mit ihrer ganzen Familie. Man sagt, ich sei sehr fromm gewesen, und ich habe viel gestiftet. Dieses Bild aber ist für unser Haus.

Dass Anna Frenzel die Ausmalung vollenden ließ, ist eine Vermutung von Frank Vater.

Altes Foto der leeren Zentralhalle mit Galerie und Holzgeländer. Christian Ernst Cercovius1758 · Steuereinnehmer

Hörszene

Christian Ernst Cercovius, kursächsischer Akzise-Steuereinnehmer. Ich habe das Haus aus der Zwangsverwaltung gekauft. Der Arzt Daum, dem es vorher gehörte, war in Schulden geraten.

Seitdem lebe ich hier allein, ohne Frau, ohne Kinder, in einem Haus, das für eine große Kaufmannsfamilie gebaut ist. Hinten im Hof sind Mauern eingestürzt, das Dach ist mit Schindeln gedeckt. Wenn ich sterbe, wird niemand das Haus erben. Dann kommt die Stadt und schreibt alles auf, Stufe für Stufe.

Cercovius lebte bis zu seinem Tod 1758 allein im Haus und hinterließ keine Erben.

Handschriftliche Seite der Baubeschreibung von 1760. Der Schreiber des Rates1760 · Baubeschreibung

Hörszene

Im Auftrag des Rates: Haus Nummer 5 am Untermarkt, der Cercovische Brauhof. Der Giebel gemauert „nach Gotaischer Art“. In der untersten Abteilung „4 gedoppelte Fenster ohne Glas“ und „3 Statuen in Mannslänge“: Michael, Maria, Johannes.

Im Erdgeschoss Pflasterboden. „Forn heraus“, „12 Stuffen tieff“, ein Märzenkeller. Die Decke unter den Lauben ist hölzern, „hat 10 Balcken“. Vom Vorsaal links „das sogenannte Kirch Gewölbe“, mit einem Fenster, eisernem Gitter und Läden. 15 hölzerne Stufen hinauf der Saal vor der Wohnstube, darin ein steinerner Herd.

Das Dach mit Schindeln gedeckt. Einer der Pfeiler der Fassade ist schadhaft.

Die Worte in Anführungszeichen stehen so in der Baubeschreibung von 1760.

Alle bekannten Eigentümer
um 1400Vincenz Heller, Schöppe
15. Jh.Nicolaus und Johannes Marienam, Hans Bottener, Caspar Tilicke, Kaufleute und Ratsherren
1499Hans Frenzel, Kaufmann
1529Joachim Frenzel, Grundherr
1565Peter Frenzel, Grundherr
1571Adam Rehdiger, Kaufmann, Breslauer Bürger und Ratsherr
1580Wolf Gneus, Sensenschmied und Braubürger
1595Joachim Schmidt von Schmiedebach, Kaufmann
1611George Mücke, Schuhmacher und Braubürger
1627Anna Mücke
1641Georg Küchler, Ratsherr, Schöppe, Stadtrichter
1646Johann Teißner, Jurist und Almosenverwalter
1696Johann Teißners Erben
1706Dr. med. Caspar Conrad Daum, Arzt
1738Christian Ernst Cercovius, kursächsischer Akzise-Steuereinnehmer
1760Gerlachsche Verlassenschaftskasse (Rat der Stadt)
1783Johanna Dorothea Großmann
1814Caroline Christiane Großmann
1859Karl Friedrich Julius Neubauer, Kaufmann
1865Familie Röder
ab 1998der heutige Eigentümer, Hotel Frenzelhof

Quelle: Nach Siegfried Hoche, Eigentümer Haus Untermarkt 5 (Manuskript 2019), und Vater 2020.

Was die Forschung noch nicht weiß

Frank Vater hat 2020 alles zusammengetragen, was über dieses Haus bekannt ist. Einige Fragen bleiben offen.

  1. Hatte die Erdgeschosshalle früher eine Holzbalkendecke? Ihre Spuren müssten unter dem Fußboden des ersten Obergeschosses an den Wänden zu den Nachbarhäusern liegen. Geöffnet wurde dort noch nicht.
  2. Wie groß war die Maßwerkbrüstung ursprünglich? Ein Teil von ihr wurde später hierher versetzt.
  3. Wie alt ist die Holzbalkendecke im Renaissancesaal? Eine Untersuchung der Jahresringe würde es zeigen. Sie wurde bisher nicht gemacht.
  4. Wurde die Hauskapelle in einem Zug ausgemalt oder in zwei Abschnitten? Klären könnte das nur eine genaue Untersuchung der Malerei selbst.
  5. Wie sahen die Hinterhäuser zu Frenzels Zeit aus? Gesicherte Befunde gibt es nicht.
  6. Gefunden wurden Maria und Johannes. Wo ist die dritte Giebelfigur, der Erzengel Michael?

Zu Gast im Frenzelhof

Das Haus, von dem diese Seite erzählt, ist heute ein Hotel mit fünf Appartements, direkt am Untermarkt gegenüber dem Rathaus. Der Hausherr empfängt seine Gäste persönlich und führt sie durch Hauskapelle und Schatzkammer. Gefrühstückt wird im Renaissancesaal, abends ist die Bar mit Kamin geöffnet.

Seien Sie unser Gast. Wir laden Sie herzlich ein, im Frenzelhof zu übernachten und das Haus mit eigenen Augen zu sehen.

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Hotel Frenzelhof · Untermarkt 5 · 02826 Görlitz
Telefon 03581 420872

Quellen und Bildnachweis

Grundlage dieser Seite ist die Bauforschung von Frank Vater: Der Frenzelhof. Die bauliche Entwicklung des Hallenhauses Untermarkt 5 in Görlitz, Görlitz 2020, mit zehn Anhängen. Die Texte zur Hauskapelle stützen sich auf Marius Winzeler, Kulturhistorisches Museum Görlitz.

Literatur

  • Heinrich Magirius: Archäologische Untersuchungen am Haus Untermarkt 5 in Görlitz. In: Vom Wohnen und Bauen, Akademie-Verlag, Berlin 1982.
  • Richard Jecht: Geschichte der Stadt Görlitz, Band 1, Görlitz 1926–1934.
  • Ernst-Heinz Lemper: Görlitz. Eine historische Topographie, Verlag Gunter Oettel, 2001.
  • Inga Arnold: Ein Raum und seine Wandmalerei in einem Görlitzer Handelshaus vom Anfang des 16. Jahrhunderts, Diplomarbeit, Halle-Wittenberg 1982.
  • Christoph Uricher: Görlitzer Hallenhäuser. Untersuchungen zur Entwicklung eines Haustyps, Karlsruhe 2003.
  • Birgit Kühn: Die Schatzkammer im Untermarkt 5. In: Denkmalpflege in Görlitz, Heft 1, 1992.
  • Siegfried Hoche: Eigentümer Haus Untermarkt 5, Görlitz, unveröffentlichtes Manuskript, 2019.
  • Stadt Görlitz: Kaufmannspaläste an der via regia, Faltblatt zur Ausstellung, 2023 (PDF).

Bilder

  • Fotos der Hauskapelle und der Räume 2019: Frank Vater.
  • Fotos 1965 bis 1976: Horst Kranich.
  • Fotos Robert Scholz, A. Jäschke und Stadtansichten: Ratsarchiv Görlitz.
  • Zeichnungen der Giebelfiguren 1766 und 1800, Lithografie um 1835: Kulturhistorisches Museum und Städtische Kunstsammlungen Görlitz.
  • Fassade 1790: anonyme Zeichnung, nach Lemper 2001.
  • Rekonstruktionszeichnungen: Frank Vater 2020.
  • Fotos der Restaurierung 1994: Birgit Kühn; Farbaufnahme 1967: Hirche; Sanierung 1999: Bährend.
  • Fotos des Hotels: Hotel Frenzelhof.
  • Hans Frenzel: Federzeichnung nach dem Logo des Hotels Frenzelhof (Engel mit Schild und Hausmarke).

Wir danken allen Rechteinhabern für die Erlaubnis, ihre Bilder hier zu zeigen.

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